Der Verein Stellwerk Kerzers ging aus der seit 1998 tätigen Projektgruppe Stellwerk Kerzers hervor.
Diese Gruppe setzte sich in der Vergangenheit mit dem Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg tatkräftig für die Unterschutzstellung und Erhaltung der historischen Stellwerkanlage ein.

Am 17. September 2004 wurde dann im Beisein von 30 Anwesenden der Verein Stellwerk Kerzers gegründet. Dieser Akt gilt als Meilenstein in den jahrelangen Bemühungen das Bahnhofensemble Kerzers in seiner Gesamtheit zu erhalten.

Damit wurde die Grundlage geschaffen zusammen mit der Gemeinde, dem Kanton sowie unseren Partnern SBB und BLS die im Oktober 2004 mit 108 Jahren älteste Stellwerkanlage der SBB in ihrem tradidionellen Umfeld sowie technisch einwandfreiem Zustand betriebsfähig zu erhalten.

Der Verein erfüllt damit einen denkmalpflegerischen Beitrag an das industriearchäologische Kulturerbe des Kantons Freiburg.

Die Mitgliederzahlen haben sich im Verlaufe der beiden ersten Vereinsjahre erfreulich
entwickelt, der Verein zählt heute bereits 94 Mitglieder.

Die Verhandlungen für eine vertragliche Neuregelung der Besitzverhältnisse sind zu einem guten Ende
gekommen.
Die Gemeinde Kerzers übernimmt von der SBB die Anlagen und von der BLS die nötige Landparzelle im Baurecht.
In einer schriftlichen Vereinbarung wird das Nutzungs- und Betreiberrecht mit dem Verein geregelt.
Dieser Beschluss wurde anlässlich der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2006 in einer denkwürdigen Abstimmung vom Souverän mit 151:0 Stimmen gutgeheissen.
Die Vertragsentwürfe erhalten zur Zeit noch die letzten Korrekturen und sind dann zur Verurkundung
bereit. In den ersten beiden Vereinsjahren wurden über 1200 Arbeitsstunden für den Unterhalt investiert und in mehr als 70
Führungen haben über 1000 Besucher die Faszination der mechanischen Stellwerktechnik erlebt.

Vorstandsmitglieder Hans Hachen (Hüttenwart, Leiter Unterhalt), Fred Frey (Beisitzer), Stephanie Lauper (Aktuarin), Rolf Delay (Vizepräsident), Marianne Peter (Beisitzerin GR), Markus Vollack (Techn. Leiter), Beat Winterberger (Präsident, Museumsleiter), Markus Brand (Kassier), Baron (Stellwerkhund), von links nach rechts